Mittwoch, 29. Juni 2016

KIRSCHEN CSI.


Das Verhältnis zwischen der Kirsche und mir ist irgendwie ein gespaltetes – kleine, glänzende Kunstwerke hängen da an den Bäumen – prall, in den schönsten Rottönen, und eigentlich kann man es kaum erwarten bis sie endlich reif sind. Nur geht's oft nicht nur einem selber so, sondern auch diesen kleinen Bewohnern, die dafür verantwortlich sind, dass meine eigentlich so große Liebe zu den Kirschen schon die eine oder andere Krise hat überstehen müssen.

Bei den Kirschenessern gibt's nämlich zwei Fraktionen: jene die ohne Rücksicht auf nicht gegebene Verluste das Obst mit Freuden vernaschen und jene die daran Interessiert sind, ob die Kirsche Untermieter hat. Ich gehöre zu jenen die sich mit den Untermietern beschäftigen – leider...

Kürzlich hab ich mir von einer ganz lieben Freundin herrlichste Früchte aus deren elterlichen Garten holen dürfen – allein das Ernten war schon ein Erlebnis, weil ich zwei entzückende kleine Helferleins hatte, die mir mit viel Leidenschaft zur Hand gegangen sind. Vielen Dank an dieser Stelle! Schön war's!

Nach dem Ernten ging es direkt nachhause und ich wurde vor der Verarbeitung zur temporären „Kirschenpolizistin“ – jede einzelne wurde nach dem Entkernen natürlich auch noch geöffnet und auf Untermieter untersucht. Die Qualität der Früchte war hervorragend, sodass ich in meiner Eigenschaft als Kirschen-CSI-Kommissarin nicht wirklich oft fündig wurde.

Das Resultat ist eine Kirschenmarmelade mit ein wenig Vanille parfümiert, die wirklich ausgezeichnet schmeckt – ich hab sie natürlich schon probiert – ins Joghurt gerührt, auf den Striezel, aufs Buttersemmerl und ins schnelle Eis gemischt, das ich aus den paar übrigen Früchten noch auf die Schnelle zubereitet hatte. Gut ist sie geworden und völlig ohne Eiweiß...

Donnerstag, 26. November 2015

DER ZWETSCHKENRÖSTER IST NICHT NUR FÜR DEN SCHMARREN.


Hinlänglich bekannt ist ja, dass Zwetschkenröster und Kaiserschmarren ein Dreamteam sind und das eine ohne das andere eigentlich nur halb so gut ist.

Dass der Zwetschkenröster aber auch ein Dessert-Retter in der Not ist, wenn man grad keine Eier für den geliebten Schmarren zuhaus hat, oder ein Seelenschmeichler oder ein Last-Minute-Dessert-Aufpimper und auch einfach ein Restlverwertungs-Unterstützer, zeigen wir Euch heute.
Mit fünf Zutaten, von denen man sowieso so gut wie alles vorrätig hat, zaubert ihr aus ein paar Keksen, ein bisserl Zwetschkenröster und drei weiteren Zutaten ein sehr nettes, winterliches und vor allem superschmackhaftes Dessert.

Zutaten:
Kekse zerkrümelt (am liebsten Schokokekse und diese am besten in ein Frischhaltesackerl geben, mit dem Nudelwalker ordentlich drüberwalken oder draufhauen, sodass das Ergebnis Keksbrösel sind)
geschlagenes Schlagobers, welches ihr nach Belieben mit Honig (oder Vanillezucker) und ein wenig Joghurt zu einer Creme vermischt und Zwetschkenröster.

Schichtet zuerst ein paar Keksbrösel, dann ein wenig Creme und dann den Zwetschkenröster in ein Glas, wiederholt diesen Vorgang bis dieses gefüllt ist und streut am Ende noch ein paar Keksbrösel drüber – fertig.

Ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank optimieren das Ergebnis. Die einen sagen Schichtdessert, wir sagen Restlverwertung die ja – wie wir alle wissen – meistens am besten schmeckt und noch dazu in der Nachweihnachtszeit eine Möglichkeit ist, den einen oder anderen übrigen Keks zu verarbeiten.

Zubereitungszeit: so lange wie das Schlagobers schlagen dauert plus ein paar Minuten zum verrühren, zerbröseln und schichten.

Natürlich passt der Zwetschkenröster nicht nur in die erwähnten Speisen, sondern auch genau so gut zu Topfenknödeln, auf den Frühstücksbrei, auf eine Kugel Vanilleeis, zum Grießkoch, ins Joghurt und, und, und... – aber das ist eine andere Geschichte...

Mittwoch, 11. November 2015

BACK FOR GOOD.


Wir waren nicht da, denn…
… wir haben uns aufs Einkochen konzentriert.
… wir haben voller Freude verschiedenste herrlich reife Früchte gepflückt, handverlesen, handgerührt und mit all unserer Leidenschaft am Tun ins Glas gebracht.
… wir haben die eine oder andere neue Sorte kreiert.
… darüber hinaus waren wir auf einer wunderbaren Hochzeit die uns viele unvergessliche Momente beschert hat.
… wir mussten auch loslassen und uns schmerzlich verabschieden, weil ein innig liebgewonner Freund, an den wir täglich denken, und den wir für immer in unseren Herzen tragen, von uns gegangen ist.
… wir durften ein Kind im Kreise unserer engsten Freunde begrüßen und voller Stolz der Taufe beiwohnen.
… wir haben viel geweint und auch viel gelacht.
… wir haben die eine oder andere kleine Reise gemacht die uns jeweils mit unglaublich viel Inspiration heimkommen hat lassen.
… wir haben mehrere Jahreszeiten durchlebt – verbunden mit wunderbaren Lichtstimmungen, unvergesslichen Ausflügen, Spaziergängen und lauen Sommernächten in denen wir jede Sternschnuppe, die wir gesehen haben, mit unseren Wünschen verknüpft haben.

Jetzt sind wir wieder da – back for good – und mit dabei natürlich auch ein paar New Kids on the Block(g). Bleibt uns gewogen und freut Euch auf die eine oder andere Sorte oder Rezeptidee, die Ihr demnächst hier lesen könnt!

Montag, 30. Juni 2014

AUF EIN NEUES – SIRUP, SIRUP, SIRUP.

Hollersirup und Erdbeeren lieben einander, Obstsalat und Melissensirup ebenso. Champagner verträgt sich hervorragend mit Rosenblütensirup. Auf einer Terrasse sitzen und im Schatten einen weißen Spritzer mit einem Schuss Rhabarbersirup genießen, ist auch nicht verkehrt. Wir mögen unseren Rosmarinsirup wahnsinnig gerne einfach eisgekühlt im Sodawasser und nach Lust und Laune mit frisch gepresstem Zitronen-, Limetten- oder Orangensaft.

Sirupe lassen sich vielseitig kombinieren und sind nicht nur gemixt mit Wasser ein Hit. Pimpt eure Kuchen, Getränke, Obstsalate, Joghurts etc! Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Montag, 23. Juni 2014

GEFANGENE HOLLERBLÜTEN.

Wir kennen niemanden der Hollerblüten nicht mag – dieser von Kindesbeinen an so einzigartige Geschmack verbunden mit der schönen Assoziation, dass der Sommer vor der Tür steht, ist so durch und durch positiv, dass wir immer ein wenig traurig sind, wenn der Holler nach kurzer Zeit wieder verblüht.

Wir haben den Hollergeschmack daher „gefangen“. Wer wie wir ein Hollerjunkie ist, wird unser Hollerblütengelee lieben – wir mögens besonders gern zu Käse, aber auch als Beigabe zu diversen Süßspeisen. Äpfel im Schlafrock mit Hollergelee ist eine besonders gute Sache wie wir finden – ausprobieren und schwelgen...

Montag, 10. März 2014

NEUSEELAND... AH NEIN: STADTSCHLAINING-KIWI!

Dass Stadtschlaining – ein beschauliches Städtchen im Südburgenland – einiges zu bieten hat, war uns schon länger klar. Zum Beispiel den wunderschön angelegten und sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Ortskern, die Burg (www.museum.friedensburg.at) und viele nette Menschen. Dass in einem Stadschlaininger Garten aber auch Kiwis wachsen, war uns neu.

Was uns auch neu war: dass ein Kiwi-Baum Hundertschaften der kleinen Früchte trägt. So viele, dass die Besitzerfamilie sie gar nicht alle verarbeiten konnte, und auch für uns welche übrig geblieben sind. Danke noch einmal an die edlen Spender!

So sind sie also vor uns gelegen, die kleinen Dinger. Neugierig wie kleine pelzige Schweinchen aus der Kiste lugend, haben sie nach schmackhafter Gesellschaft verlangt, und wurden von uns mit Bananen oder Mangos und Zucker in Gläser gesteckt. Sie wollen aber auch sehr gern wieder heraus – zum Beispiel als Topping zum Schokokuchen. Mmmmhh...

Sonntag, 9. Februar 2014

EIN ROSENGEWÄCHS MIT VORLIEBE ZUM FROST.

Wir haben Mispeln aufgetrieben und freuen uns sehr, weil das heutzutage nicht so einfach ist. Mispeln gehören zu den Rosengewächsen. Sie waren im Mittelalter weit verbreitet, bei jedermann/-frau bekannt und wurden leider in weiterer Folge vom Apfel weitestgehend verdrängt.

Die Mispel mag den Frost, kann erst nach dem ersten Frost geerntet und verarbeitet werden. Liebhaber dieser Frucht so wie wir mögen ihren ausgesprochen feinen und eleganten Geschmack, welcher irgendwie unvergleichbar ist, sehr gerne – wer unsere Marmelade kostet weiß, wie die Mispel schmeckt, und wir sind wirklich neugierig, ob ihr sie so gern mögt wie wir...